Das Fundament digitaler Sichtbarkeit – Warum On-Page-SEO wichtiger ist als je zuvor
Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Was einst eine rein technische Disziplin war, bei der Keywords in Massen auf Webseiten platziert wurden, hat sich zu einer strategischen Herangehensweise entwickelt, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Moderne Suchmaschinen wie Google sind heute in der Lage, die Qualität einer Website anhand der Benutzererfahrung (User Experience, UX) zu beurteilen. On-Page-SEO ist somit nicht länger nur eine Checkliste von Tags und Attributen, sondern ein ganzheitliches Ökosystem, in dem Content, Technik und Design nahtlos ineinandergreifen.
Häufig werden grundlegende Elemente wie die Überschriftenstruktur, der übermäßige Gebrauch von Fettschrift, fehlende Alt-Texte für Bilder oder unzureichende Meta-Descriptions vernachlässigt. Diese scheinbar kleinen Fehler können jedoch die Sichtbarkeit einer Website erheblich beeinträchtigen. Dieser Bericht beleuchtet diese kritischen Punkte im Detail und erläutert, welche weiteren Faktoren für einen nachhaltigen Erfolg in den Suchmaschinen unerlässlich sind. Der zentrale Gedanke, der sich durch die Analyse zieht, ist, dass jede Optimierung darauf abzielen sollte, dem Nutzer einen Mehrwert zu bieten und seine Suchintention perfekt zu erfüllen. Dies ist das primäre Signal, dem Google folgt und das den Unterschied zwischen einer guten und einer hervorragenden Platzierung in den Suchergebnissen ausmacht.
Die nachfolgende Tabelle bietet einen ersten Überblick über die Kernelemente der On-Page-Optimierung, die in den folgenden Abschnitten vertiefend behandelt werden.
| SEO-Element | Kernfunktion | Primärer Nutzen für den Nutzer | Primärer SEO-Effekt |
| Überschriftenstruktur | Gliedert den Inhalt logisch | Bessere Lesbarkeit und Scannbarkeit | Verleiht Crawlern Kontext und Hierarchie |
Fettschrift (<b>, <strong>) | Hebt wichtige Textstellen hervor | Ermöglicht schnelles Erfassen der Kernaussagen | Signale an Google, welche Teile wichtiger sind |
| Alt-Texte für Bilder | Beschreibt den Inhalt eines Bildes | Unterstützt sehbehinderte Nutzer, zeigt Text bei Ladefehlern | Ermöglicht die Indexierung in der Bildersuche |
| Meta Description | Kurzzusammenfassung des Seiteninhalts | Hilft dem Nutzer, die Relevanz in den SERPs zu beurteilen | Steigert die Klickrate (CTR) und zieht Traffic an |
| Interne Verlinkung | Vernetzt Seiten innerhalb einer Domain | Ermöglicht einfache Navigation und den Zugang zu verwandten Inhalten | Verteilt Link-Autorität und hilft bei der Indexierung |
| Content-Tiefe | Behandelt ein Thema umfassend | Beantwortet alle Fragen des Nutzers auf einer Seite | Etabliert Themenspezialisierung (Topic Authority) |
| Mobile Optimierung | Passt sich dem Endgerät des Nutzers an | Sorgt für eine konsistente und reibungslose User Experience | Grundlage für das Google Mobile-First-Indexing |
| Ladezeit (Pagespeed) | Beeinflusst die Geschwindigkeit, mit der die Seite geladen wird | Verringert Wartezeiten und beugt Frustration vor | Wichtiger technischer Rankingfaktor |
Die erste Säule – Struktur und Hierarchie von Inhalten
Die Macht der Überschriften-Tags: Eine logische Hierarchie schaffen
Überschriften-Tags, die in HTML als <h1>, <h2>, <h3> und so weiter bis <h6> definiert werden, sind weit mehr als nur visuelle Formatierungen. Sie dienen sowohl den Nutzern als auch den Suchmaschinen als Gliederungselemente, die die Struktur und die Hierarchie eines Textes klar abbilden. Für einen menschlichen Leser bieten sie eine schnelle Orientierung und ermöglichen es, den Inhalt zu überfliegen und die wichtigsten Abschnitte auf einen Blick zu erfassen. Für Suchmaschinen-Crawler wie den Googlebot sind sie der entscheidende Indikator, um die Themenbeziehung innerhalb einer Seite zu verstehen und die zentrale Aussage zu identifizieren. Ein logisch aufgebauter Text, der die Hierarchie von Überschriften korrekt nutzt, ist somit nicht nur nutzerfreundlich, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Indexierung und Bewertung durch Suchmaschinen.
Die korrekte Anwendung dieser Tags folgt klaren Best Practices. Zunächst sollte jede Seite genau einen <h1>-Tag besitzen, der das Hauptthema der Seite prägnant zusammenfasst. Dieser Haupttitel sollte idealerweise das Hauptkeyword enthalten, für das die Seite in den Suchergebnissen erscheinen soll. Ein häufiger Fehler besteht darin, mehrere <h1>-Tags zu verwenden oder diesen Tag für unwichtige visuelle Elemente zu missbrauchen. Die Unterüberschriften <h2> und <h3> sollten in einer sinnvollen, absteigenden Reihenfolge angeordnet werden, um die Gliederung des Textes widerzuspiegeln. Eine <h3>-Überschrift sollte beispielsweise immer unter einer <h2>-Überschrift stehen, um die logische Struktur beizubehalten.
Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die strategische Integration von Keywords in die Überschriften. Das Hauptkeyword in der <h1> ist eine grundlegende Anforderung. In den nachfolgenden Unterüberschriften (<h2>, <h3> etc.) ist es ratsam, verwandte Keywords, Synonyme und LSI-Keywords (Latent Semantic Indexing) zu verwenden. Dies hilft Suchmaschinen, den thematischen Kontext der Seite umfassender zu verstehen und kann die Chance erhöhen, für Long-Tail-Suchanfragen zu ranken oder sogar als Featured Snippet in den Suchergebnissen angezeigt zu werden. Es wird jedoch davon abgeraten, Keywords zu erzwingen oder die Überschriften zu überladen. Die Priorität liegt immer auf einem informativen und ansprechenden Titel, der den Inhalt korrekt widerspiegelt und den Leser zum Weiterlesen anregt. Das Aufbrechen langer Textblöcke durch relevante Unterüberschriften ist eine der effektivsten Methoden, um die Lesbarkeit und das Nutzererlebnis zu verbessern, was wiederum von Google belohnt wird.
Die differenzierte Rolle von Bold-Texten: Hervorhebung vs. Manipulation
Die Frage, ob und wie die Verwendung von Fettschrift (<b> oder <strong> Tags) die Suchmaschinenoptimierung beeinflusst, ist ein Thema, das in der SEO-Gemeinschaft oft diskutiert wird. Eine Analyse zeigt, dass das gezielte Hervorheben wichtiger Phrasen oder Sätze mit Fettschrift den Suchmaschinen-Crawlern dabei helfen kann, den Kontext eines Absatzes oder einer ganzen Seite besser zu verstehen. John Mueller von Google hat bestätigt, dass Fettschrift die Fähigkeit der Suchmaschine, eine Seite zu interpretieren, verbessern kann, indem sie die Bedeutung bestimmter Textpassagen unterstreicht. Allerdings ist dies kein direkter Ranking-Faktor im herkömmlichen Sinne; der Effekt wird als subtil beschrieben und ist nicht dazu gedacht, die Platzierung einer Seite künstlich zu manipulieren.
Der entscheidende Punkt liegt in der Art und Weise, wie die Fettschrift eingesetzt wird. Eine übermäßige oder unüberlegte Verwendung kann erhebliche Nachteile mit sich bringen. Wenn ganze Absätze oder eine Vielzahl von Wörtern auf einer Seite fett gedruckt werden, verliert die Hervorhebung ihre Wirkung. John Mueller beschreibt dies treffend mit dem Gedanken: Wenn alles fett gedruckt ist, ist im Grunde nichts mehr fett gedruckt, weil es keine visuelle Differenzierung mehr gibt. Ein solcher Missbrauch kann nicht nur zu einer schlechten Benutzererfahrung führen, sondern von Suchmaschinen auch als manipulativen und minderwertigen Inhalt gewertet werden. Insbesondere wenn versucht wird, jedes zweite Wort fett zu formatieren, um Algorithmen auszutricksen, wird dies schnell als „Keyword-Stuffing“ oder ein anderes negatives Signal erkannt, das dem Ranking schaden kann.
Die wirkliche Rolle von Fettschrift sollte daher in erster Linie die Verbesserung der Lesbarkeit für den Menschen sein. Eine gut strukturierte Seite sollte es einem Nutzer, der den Inhalt nur überfliegt, ermöglichen, die Kernaussagen allein durch die Überschriften und fett gedruckten Schlüsselbegriffe zu erfassen. Die Empfehlung lautet, Bold-Tags sparsam und gezielt einzusetzen, um die wichtigsten Punkte hervorzuheben. Der wahre Wert liegt im Nutzen für den Leser, nicht in der versuchten Manipulation des Algorithmus. Der Fokus sollte darauf liegen, den Text so zu gestalten, dass er auch ohne die SEO-Brille einen Mehrwert bietet und die Botschaft klar und verständlich übermittelt.
Die zweite Säule – Metadaten für Sichtbarkeit und Klicks
Das perfekte Verkaufsgespräch: Die Meta Description
Die Meta Description ist eine Kurzzusammenfassung des Seiteninhalts, die in den Suchergebnissen (SERPs) direkt unter dem Titel-Tag und der URL angezeigt wird. Obwohl sie nach Angaben von Suchmaschinen wie Google kein direkter Rankingfaktor ist, spielt sie eine entscheidende Rolle für die organische Leistung einer Seite, da sie die Klickrate (Click-Through-Rate, CTR) maßgeblich beeinflusst. Eine hohe CTR ist ein starkes Signal an Google, dass die Seite für die jeweilige Suchanfrage besonders relevant ist, was indirekt zu einem besseren Ranking führen kann. Die Meta Description fungiert somit als eine Art „organische Textanzeige“, die den Nutzer davon überzeugen soll, auf das eigene Suchergebnis zu klicken.
Um eine effektive Meta Description zu verfassen, müssen verschiedene Best Practices beachtet werden. Die optimale Länge liegt bei etwa 155 Zeichen. Bei längeren Beschreibungen besteht das Risiko, dass der Text in den Suchergebnissen abgeschnitten wird, was die Botschaft verwässern kann. Jede Seite sollte eine einzigartige Meta Description haben, um die Benutzererfahrung zu verbessern und Duplicate-Content-Probleme zu vermeiden. Wenn die Beschreibung für mehrere Seiten identisch ist, erscheinen die Suchergebnisse monoton und bieten dem Nutzer keine differenzierten Informationen. Die Beschreibung sollte in einer aktiven Sprache formuliert sein und eine klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action, CTA) enthalten, wie beispielsweise „Jetzt mehr erfahren“ oder „Lösung finden“.
Die strategische Integration des Fokus-Keywords ist ebenfalls entscheidend. Wenn die Suchanfrage des Nutzers mit dem Keyword in der Meta Description übereinstimmt, hebt Google dieses Wort fett hervor. Dies erregt die Aufmerksamkeit des Nutzers und kann die Klickwahrscheinlichkeit signifikant erhöhen. Es ist jedoch ratsam, Keyword-Stuffing zu vermeiden, da dies die Beschreibung unnatürlich und spamartig wirken lässt. Die Beschreibung sollte den Inhalt der Seite akkurat widerspiegeln, da irreführende Angaben zu einer erhöhten Absprungrate führen und das Vertrauen der Nutzer beeinträchtigen können. Ein gut formulierter, einzigartiger und ansprechender Meta-Text ist daher ein wesentlicher Faktor, um die Sichtbarkeit und den Traffic einer Website nachhaltig zu steigern.
Mehr als Barrierefreiheit: Der strategische Wert von Alt-Texten
Der Alt-Text, auch als Alt-Attribut oder Alt-Tag bekannt, erfüllt eine entscheidende Doppelfunktion im Webdesign und der Suchmaschinenoptimierung. Seine ursprüngliche und primäre Aufgabe ist die Barrierefreiheit: Er beschreibt den Inhalt eines Bildes für sehbehinderte Nutzer, die Screenreader verwenden, und sorgt so dafür, dass diese den visuellen Inhalt einer Seite verstehen können. Darüber hinaus wird der Alt-Text angezeigt, wenn ein Bild aus technischen Gründen nicht geladen werden kann, wodurch die Benutzererfahrung auch bei Ladefehlern gewahrt bleibt.
Gleichzeitig ist der Alt-Text ein wichtiger On-Page-SEO-Faktor. Da Suchmaschinen-Crawler keine Bilder „sehen“ können, verlassen sie sich auf den Alt-Text, um den Inhalt eines Bildes zu verstehen und es korrekt zu indexieren. Ein aussagekräftiger Alt-Text verbessert somit die Auffindbarkeit der Bilder in der Bildersuche von Google und trägt zur thematischen Relevanz der gesamten Seite bei. Das Fehlen von Alt-Attributen kann sich negativ auf das Ranking einer Webseite auswirken, da es den Suchmaschinen die Möglichkeit nimmt, den visuellen Inhalt zu analysieren.
Für die Erstellung von optimalen Alt-Texten gelten klare Regeln. Sie sollten deskriptiv und kurz sein, aber dennoch ausreichend detailliert, um das Bild zu beschreiben. Die Phrase „Bild von…“ ist redundant und sollte vermieden werden. Ein gutes Beispiel für einen beschreibenden Alt-Text ist: „Kitten spielt mit einer Blume“ im Gegensatz zu dem generischen „Katze“. Die Einbindung relevanter Keywords ist ebenfalls wichtig, aber Keyword-Stuffing, also das übermäßige Hinzufügen von Keywords, sollte unbedingt vermieden werden, da dies als Spam angesehen wird und das Ranking negativ beeinflussen kann. Für rein dekorative Bilder, die keinen Informationswert haben, ist es am besten, das Alt-Attribut leer zu lassen (alt=""), um Screenreader nicht unnötig zu verwirren. Die konsequente Verwendung von beschreibenden Alt-Texten ist somit eine unverzichtbare Praxis, die sowohl die Barrierefreiheit als auch die Suchmaschinenoptimierung einer Website nachhaltig stärkt.
Die dritte Säule – Strategische Verknüpfung und Content-Tiefe
Ein Netz der Autorität schaffen: Interne Verlinkung
Interne Verlinkung bezeichnet die Praxis, Hyperlinks innerhalb einer Domain zu verwenden, um verschiedene Unterseiten miteinander zu verbinden. Diese Struktur ist ein entscheidender Faktor für die On-Page-Optimierung, da sie eine Vielzahl von Vorteilen bietet. Erstens hilft die interne Verlinkung den Suchmaschinen-Crawlern dabei, neue Seiten zu entdecken und die Themenbeziehung zwischen den Inhalten zu verstehen. Zweitens verteilt sie den sogenannten „Link Juice“ (auch Link-Autorität genannt) von wichtigen Seiten auf andere, weniger autoritäre Seiten der Domain, was deren Rankingpotenzial stärken kann. Und drittens verbessert sie die Navigation für die Nutzer, indem sie sie zu relevanten und weiterführenden Inhalten leitet, was die Verweildauer erhöht und die Absprungrate senkt.
Für eine effektive interne Verlinkung sind mehrere Best Practices zu beachten. Ein zentraler Punkt ist die Verwendung von aussagekräftigen Ankertexten. Der Ankertext sollte klar und präzise beschreiben, was der Nutzer auf der verlinkten Seite erwarten kann. Generische Formulierungen wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“ sollten vermieden werden, da sie keinen Mehrwert bieten. Im Gegensatz zu externen Backlinks, bei denen ein exaktes Keyword-Matching im Ankertext bestraft werden kann, ist es bei internen Links sogar ratsam, exakte Keywords zu verwenden, um den Suchmaschinen den thematischen Kontext der Zielseite zu verdeutlichen.
Die Platzierung der Links ist ebenfalls von Bedeutung. Links, die weiter oben im Haupttext platziert werden, gelten als wertvoller als solche in der Fußzeile oder Seitenleiste. Es ist ratsam, Links dort zu setzen, wo sie für den Nutzer einen echten Mehrwert bieten und sich natürlich in den Lesefluss einfügen. Eine effektive Strategie ist auch das sogenannte „Deep Linking“, bei dem von der Startseite oder anderen autoritären Seiten tief in die Website hinein verlinkt wird, anstatt immer nur auf Hauptkategorien zu verweisen. Regelmäßige Audits sind unerlässlich, um kaputte Links zu finden und zu beheben. Auch die Identifizierung von „Orphan Pages“, also Seiten, die keine internen Links erhalten und somit von Crawlern nicht gefunden werden können, ist ein wichtiger Schritt, um das volle Potenzial der Website auszuschöpfen.
Das Siegel der Qualität: Content-Tiefe, -Aktualität und E-E-A-T
Die Qualität des Inhalts ist die unangefochtene Grundlage jeder erfolgreichen On-Page-Optimierung. Suchmaschinen bevorzugen Seiten, die umfassenden, einzigartigen und hochwertigen Content bieten. Heutzutage genügt es nicht mehr, oberflächliche Informationen zu einem Thema bereitzustellen. Ein Text sollte die Suchintention des Nutzers vollständig abdecken und alle relevanten Fragen beantworten. Die Erstellung von sogenannten „Pillar Pages“ oder „Cornerstone Content“, die ein Hauptthema tiefgehend behandeln, kann die sogenannte „Topic Authority“ einer Website erheblich stärken. Google wertet Websites, die durchgängig qualitativ hochwertige und umfassende Inhalte zu einem bestimmten Themenbereich liefern, als Experten auf ihrem Gebiet, was sich positiv auf die Rankings auswirkt.
Die Aktualität des Inhalts, oft als „Fresh Content“ bezeichnet, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine Website, die regelmäßig mit neuen, relevanten Inhalten aktualisiert wird, ist für Suchmaschinen interessanter als eine statische Seite. Es ist nicht immer notwendig, komplett neue Artikel zu schreiben. Das regelmäßige Überarbeiten und Aktualisieren bestehender Beiträge, indem veraltete Statistiken, Beispiele oder Informationen ersetzt und die Struktur verbessert werden, kann oft schneller zu Ranking-Verbesserungen führen als die Erstellung neuer Inhalte. Dieser Ansatz ist besonders wertvoll, um verlorene Rankings zurückzuerobern oder die Klickrate zu verbessern.
Im Zuge des Google „Helpful Content Update“ (HCU) hat auch das Konzept von E-E-A-T (Expertise, Experience, Authoritativeness, Trustworthiness) an Bedeutung gewonnen. Es geht nicht mehr nur darum, was man schreibt, sondern auch darum, wer es schreibt. Inhalte sollten von Personen verfasst werden, die nachweisliche Expertise und Erfahrung in dem jeweiligen Bereich haben, um Vertrauen bei den Nutzern aufzubauen. Dies ist die logische Konsequenz der Entwicklung von Suchmaschinen, die von reinen Keyword-Matchern zu Systemen geworden sind, die die Qualität und Nützlichkeit von Inhalten aus der Perspektive des Nutzers beurteilen. Eine Seite, die als vertrauenswürdig und autoritativ wahrgenommen wird, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, in den Suchergebnissen gut zu ranken.
Die vierte Säule – Technische Basis und User-First-Design
Mobile-First ist der Standard, nicht die Ausnahme
Mit der Dominanz mobiler Endgeräte im Internet hat Google eine fundamentale Änderung in seinem Indexierungsprozess vorgenommen, das sogenannte Mobile-First-Indexing. Seit dieser Umstellung wird die mobile Version einer Website als primäre Quelle für die Indexierung und das Ranking verwendet, anstatt die Desktop-Version. Dies bedeutet, dass eine Website nur dann optimal in den Suchergebnissen abschneiden kann, wenn ihre mobile Version vollständig optimiert und nutzerfreundlich ist.
Der wichtigste Aspekt dieser Umstellung ist die Gleichheit des Inhalts. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Kerninhalt auf der mobilen Seite identisch mit dem auf der Desktop-Seite ist. Wenn Schlüsseltexte, Bilder oder strukturierte Daten auf der mobilen Version fehlen, können diese Signale von Google ignoriert werden, was zu einem potenziellen Ranking-Verlust führen kann. Auch die Metadaten wie der Seitentitel und die Meta Description sollten auf beiden Versionen identisch sein.
Google empfiehlt responsive Webdesign als die einfachste und effektivste Lösung, um diese Anforderung zu erfüllen. Bei dieser Methode wird derselbe HTML-Code auf derselben URL für alle Geräte verwendet, wobei sich das Layout dynamisch an die Bildschirmgröße anpasst. Dies stellt sicher, dass der Inhalt und die Struktur der Website für alle Nutzer und den Googlebot konsistent bleiben. Ein starkes mobiles Design geht jedoch über die Anpassung an kleinere Bildschirme hinaus; es beinhaltet auch eine schnelle Ladezeit, eine einfache Navigation und das gleiche hohe Maß an Content-Qualität, das Nutzer von der Desktop-Version erwarten.
Die User-First-Anforderung: Seitengeschwindigkeit und Nutzererlebnis
Die Seitengeschwindigkeit, auch als Pagespeed bekannt, ist ein kritischer Rankingfaktor, der direkt mit der Benutzererfahrung zusammenhängt. Eine Website, die schnell lädt, bietet den Nutzern ein reibungsloses Erlebnis und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sie frustriert abspringen. Suchmaschinen bewerten die Geschwindigkeit einer Seite daher als Indikator für deren Qualität und Relevanz. Techniken zur Optimierung der Ladezeit beinhalten die Verkleinerung von Bilddateien, die Komprimierung von Code und die Nutzung von performanten Servern. Das Konzept des Mobile-First-Indexing unterstreicht die Bedeutung der Pagespeed-Optimierung weiter, da mobile Nutzer oft auf langsamere Internetverbindungen angewiesen sind.
Eine saubere und sprechende URL-Struktur ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der technischen On-Page-Optimierung. URLs sollten so kurz und beschreibend wie möglich sein und das Haupt-Keyword der Seite enthalten. Die Verwendung von Bindestrichen (-) zur Worttrennung wird bevorzugt, während Unterstriche (_) und Sonderzeichen vermieden werden sollten. Eine logische und einfach zu lesende URL-Struktur hilft nicht nur den Nutzern, sich auf der Website zu orientieren, sondern auch den Suchmaschinen-Crawlern, die Hierarchie der Seite zu verstehen.
Fazit und umsetzbare Checkliste
Die Analyse der On-Page-SEO-Grundlagen verdeutlicht eine entscheidende Verschiebung im Verständnis der Suchmaschinenoptimierung. Was früher als eine Sammlung von voneinander unabhängigen Techniken angesehen wurde, ist heute ein ganzheitliches Ökosystem, in dem technische Elemente Hand in Hand mit hochwertigem, nutzerorientiertem Content arbeiten. Der Erfolg hängt nicht von der Beachtung einzelner Regeln ab, sondern von der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Nutzers. Suchmaschinen sind heute in der Lage, die Benutzererfahrung zu messen und belohnen Websites, die dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten, seine Suchintention vollständig erfüllen und ein reibungsloses Erlebnis auf allen Geräten sicherstellen.
Der SEO-Checklisten-Ansatz, bei dem die einzelnen Optimierungspunkte isoliert betrachtet werden, ist daher unzureichend. Ein echter SEO-Experte versteht die Prinzipien hinter den Regeln – wie die Bedeutung von User Experience, die Symbiose von Content und Technik oder die Relevanz von E-E-A-T – und kann die Techniken mit Nuance und Kontext anwenden. Die scheinbar widersprüchlichen Empfehlungen, wie beispielsweise bei der Verwendung von Fettschrift, lösen sich auf, wenn man die zugrunde liegende Absicht, die Lesbarkeit für den Nutzer zu verbessern, in den Vordergrund stellt.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und dient als umsetzbare Checkliste zur Überprüfung und Verbesserung der eigenen On-Page-Optimierung.
| SEO-Element | Best Practices (Empfohlene Vorgehensweise) | Häufige Fehler (Was zu vermeiden ist) |
| Überschriftenstruktur | Eine einzige <h1> pro Seite, logische Hierarchie (H1, H2, H3), Keywords in Überschriften verwenden. | Mehrere <h1>-Tags, Missachtung der Hierarchie, Keyword-Stuffing in Überschriften. |
| Fettschrift | Gezielte Hervorhebung von Schlüsselwörtern oder kurzen Phrasen zur Verbesserung der Lesbarkeit. | Übermäßiges Bolding ganzer Sätze oder Abschnitte, um Algorithmen zu manipulieren. |
| Meta Description | Einzigartige Beschreibung, Länge von ca. 155 Zeichen, aktiver Stil mit CTA, Keyword-Integration. | Duplikate Meta Descriptions, zu lang oder zu kurz, leere Beschreibungen, Keyword-Stuffing. |
| Alt-Text | Deskriptiv schreiben, Keywords sparsam verwenden, Barrierefreiheit priorisieren. | Keyword-Stuffing, keine Alt-Texte verwenden, generische Beschreibungen wie „Bild“ oder „Foto“ verwenden. |
| Interne Verlinkung | Logische Struktur, aussagekräftige Ankertexte, Deep Linking, regelmäßiges Audit der Links. | Generische Ankertexte wie „hier klicken“, Link-Silos, zu viele Links auf einer Seite. |
| Content | Umfassende und einzigartige Inhalte erstellen, Suchintention abdecken, E-E-A-T-Prinzipien anwenden. | Dünner oder doppelter Inhalt (Thin Content, Duplicate Content), rein auf Keywords optimierte Texte ohne Mehrwert. |
| Mobile Optimierung | Responsive Webdesign, identische Inhalte auf mobilen und Desktop-Geräten. | Reduzierter mobiler Inhalt, fehlende Metadaten, langsame Ladezeiten auf mobilen Geräten. |
| URLs | Kurze, sprechende URLs, die das Haupt-Keyword enthalten und Bindestriche zur Worttrennung nutzen. | Lange, kryptische URLs mit Sonderzeichen oder Unterstrichen, fehlendes Keyword. |
Der Haken bei fertigen Themes
Oft wird die grundlegende SEO-Struktur, wie die Überschriften-Hierarchie, durch fertige Themes oder Baukasten-Systeme ungewollt falsch vorgegeben. Ein Theme mag optisch ansprechend sein, aber im Hintergrund Fehler wie fehlende H1-Tags, eine fehlerhafte Gliederung oder zu viele Bold-Tags produzieren.
Das Fatale daran: Diese Fehler sind für Laien oft unsichtbar, können aber deine Ranking-Ergebnisse massiv beeinflussen. Ein manueller SEO-Website-Check ist daher unerlässlich. Ich biete einen solchen Check an, um die technische Struktur deiner Webseite zu analysieren und zu verbessern. So schaffst du die Basis für nachhaltig bessere Ergebnisse.
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